Geld ist nur Mittel, aber kein Motiv – Neuer Projektbrief erklärt den Erfolg von „Köpfchen statt Kohle“

In der Wirtschaft ist die Erkenntnis mittlerweile Gemeingut, dass (mehr) Geld die Menschen nicht zu mehr Engagement motiviert. Der deutsche Biologe und Gehirnforscher Gerhard Roth (Universität Bremen) stellt fest: „In zahllosen Experimenten konnte nachgewiesen werden, dass ein dauerhaftes Engagement für eine Aufgabe nur zustande kommt, wenn günstige Bedingungen für innere Motivation geschaffen werden. Menschen müssen eine Aufgabe als sinnvoll ansehen, um sich dafür einsetzen zu können.“ Das ist auch der tiefere Grund dafür, dass „Köpfchen statt Kohle“ nicht auf finanzielle Anreize setzt, sondern auf die intrinsische Motivation aller Beteiligten, also z.B. von Schülern, Lehrern, Schul- und Amtsleitern.

Der soeben erschienene Projektbrief Nr. 4 verrät das Erfolgsrezept von „Köpfchen statt Kohle“ in Pankow, die auf dieser psychologischen Basis beruhen. Zu den praktischen Erfolgsfaktoren gehören demnach:

  • Intensive und individuelle pädagogische Unterstützung der Schulen durch einen externen Dienstleister
  • Bereitstellung von Messgeräten und Materialen für die Unterrichts- und Schulprojekte
  • Einbeziehung eines weiteren externen Dienstleisters für die technische Seite der Projekte und gute Verzahnung der pädagogischen und technischen Unterstützungsebenen
  • Koordination der zuständigen Verwaltungsressorts (Schulamt, Bauamt) durch einen transparenten Projektbeirat
  • Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung der Schulen bei Wettbewerben und Profilbildung.

In Gesprächen mit Energie- und Klimabeauftragten anderer Bezirke bekommen wir die Bestätigung, dass die Formel, die die Pankower Praxis auszeichnet, auf drei einfache Begriffe gebracht werden kann: „Drinbleiben, dranbleiben, darüber reden“! „Drinbleiben“ heißt, den Kontakt mit den Partnern in den Schulen und Einrichtungen halten und individuelle Unterstützung und Anregung dort bieten, wo sie wirklich passt. „Dranbleiben“ bedeutet, Problemen auf den Grund gehen, nach Lösungen suchen und die Auswirkungen tatsächlich kontrollieren. Und „Darüber reden“ heißt, die Arbeit in der Öffentlichkeit sichtbar machen. Intensive Öffentlichkeitsarbeit motiviert die Aktiven, wirbt für das Konzept, verstärkt Kontakte und Vernetzung und sichert die Unterstützung auf der politischen Ebene.

Der neue Projektbrief wird in der Printausgabe an die beteiligten Schulen und Einrichtungen verteilt und steht auf der Downloadseite als PDF bereit.

Über Richard Häusler

Projektleiter des Projekts "Köpfchen statt Kohle" im Auftrag des Bezirksamts Pankow
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Eine Antwort zu Geld ist nur Mittel, aber kein Motiv – Neuer Projektbrief erklärt den Erfolg von „Köpfchen statt Kohle“

  1. Niko Holmen schreibt:

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