Energiekostenmessung erreicht auch die Elternhäuser – Schulen im Panketal und am Wasserturm machen erste Erfahrungen mit dem Energy Logger

Auch im Sommerhalbjahr ist Energie ein Thema. Dann geht es zwar nicht um Heizung und Lüftung, aber zum Beispiel um den Stromverbrauch von elektrischen Geräten. Um dieses Thema im Projektunterricht behandeln zu können, setzt „Köpfchen statt Kohle“ Energiekostenmessgeräte ein, mit denen nicht nur der Stromverbrauch gemessen werden kann, sondern auch die entsprechenden Stromkosten hochgerechnet werden. Die Pankower Grundschulen am Wasserturm und im Panketal haben damit jetzt bereits erste Erfahrungen gemacht, auf denen im kommenden Schuljahr aufgebaut werden kann.

Am Wasserturm war es die 5b, die zusammen mit ihrer Lehrerin Petra Roscher auf die Suche nach unnötigem Stromverbrauch ging. Für die Schülerinnen und Schüler, die sich mit dem Voltcraft Energy Logger vertraut machten, lag es nahe, nicht nur in der Schule, sondern auch bei sich zu Hause den Stromverbrauch von Geräten zu messen und nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. Neben der Frage, auf welche Geräte man überhaupt verzichten könnte, spielte bei vielen auch der Stromverbrauch im Standby-Betrieb eine Rolle. Unser Bild (siehe unten) zeigt eine der Tabellen, mit denen die Schülerinnen und Schüler versucht haben, sich einen Überblick über die Einsparmöglichkeiten bei sich zu Hause zu verschaffen.

Dabei weckten sie natürlich auch das Interesse ihrer Eltern. In den vierten Klassen der Grundschule im Panketal baten einige Schüler darum, das Messgerät auch nach dem Projekt noch eine Weile behalten zu dürfen, weil sie zusammen mit ihren Eltern noch intensiver der Stromverschwendung im eigenen Haushalt auf die Spur kommen wollten. Dass auch Viertklässler bereits mit dem Energiekosten-Messgerät umgehen können, bewies die Grundschule im Panketal, wo trotz zeitlicher Enge alle vierten Klassen innerhalb von drei Wochen jeweils einige Stunden mit ihren Lehrkräften Erfahrungen mit der Strommessung sammelten.

Am Wasserturm nutzte die fünfte Klasse auch das Schulhoffest, um auf das Energiethema aufmerksam zu machen. In einer Projektgruppe, die sich speziell mit dem Stromverbrauch für Beleuchtung auseinandersetzte, wurde ein Quiz entwickelt, das beim Hoffest nicht nur den Mitschülern, sondern auch Eltern und Lehrkräften einiges Kopfzerbrechen bereitete. Besonders fiel auf, dass die meisten den Wirkungsgrad von Energiesparlampen viel zu hoch einschätzten. Zwar sind es bei normalen Glühbirnen nur 5% des Stroms, die in Licht umgesetzt werden, aber auch bei Energiesparlampen beträgt der Wirkungsgrad meist nicht mehr als 12%. Bei der Verlosung musste die Glücksfee deshalb ein Auge zudrücken – auch wer nur drei richtige Antworten hatte, konnte einen der Büchergutscheine gewinnen. Sogar die Schulleiterin, so wurde bekannt, hatte nur drei Kreuze an der richtigen Stelle gesetzt. Also bleibt für „Köpfchen statt Kohle“ auch im nächsten Schuljahr noch einige Aufklärungsarbeit zu leisten… (Bild: Energiequiz mit den richtigen Antworten)

Über Richard Häusler

Projektleiter des Projekts "Köpfchen statt Kohle" im Auftrag des Bezirksamts Pankow
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